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1982 Rudolf Otto Wiemer - Die Mauer (Lehrstück in der Tradition der Mysterienspiele)

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Das Stück plädiert für mehr Verständnis und Toleranz: Wir alle kapseln uns ab, errichten Wortbarrieren zwischen uns und unseren Mitmenschen. Wir bilden uns ein, unser Schicksal vom Schicksal der anderen trennen zu können, wenn wir uns mit Worten von den anderen trennen. Aus diesen Steinen des Hasses und der Eigenliebe baut sich eine Mauer bis ins Unermessliche auf. Sie wird jedoch kleiner, wenn Menschen freundlich zueinander sind. Die Höhe der Mauer demonstriert aber auch, wie schwer es ist, zur Versöhnung bereit zu sein. Dies wird gleich zu Beginn des Stückes am Beispiel zweier Bettler verdeutlicht. Im Stil einer Fabel verkörpern zwei Kinder einen Streit, der aus Unverständnis heraus entsteht. Wie durch Missverständnis und Sprachlosigkeit Hass aufgebaut wird und welche schrecklichen Auswirkungen Vorurteile haben können, bezeugen die naiv wirkenden Parolen zweier rivalisierender. Das Volk andererseits beweist, wie schnell man zum Mitläufer wird. Feindbilder werden rasch aufgebaut und Parolen einfach nachgebrüllt. Das Stück will aufrütteln. Es bietet auch keine einfachen Lösungen. Nachdem die Mauer riesengroß geworden ist, erscheint eine Mutter als Symbol der Veränderung. Aber auch sie zeigt, wie einfach der Feind zum Bruder werden kann.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1981 Werner Klose - Winnetou in Hollywood

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Das Stück ist eine Parodie auf sämtliche Westernfilme, ganz besonders auf die Karl-May-Filme. Der Autor verbindet sie mit Kritik an dem tatsächlichen Schicksal der Indianer und ihre Darstellung in den Westernfilmen.

Am Anfang des Dramas bemüht sich ein Regisseur, eine Schießerei zu drehen, was jedoch nicht funktioniert, da die Schauspieler alle zu "schlecht" sterben. Schließlich stürmt Winnetou auf die Bühne und nimmt den Regisseur gefangen. Gleich darauf wird Winnetou selbst und seine Schwester Nscho-Tschi von den "Geiern", drei Banditen, angegriffen. Sie haben vor, Hollywood auszurauben, was allerdings nicht klappt, da kein Geld da ist. Da naht auch schon Old Shatterhand mit Sam Hawkens und Dick Stone, um Winnetou zu retten. Das klappt auch ausgezeichnet, was wiederum Winnetou missfällt, da er sich lieber selbst befreit hätte. Old Shatterhand erklärt ihm aber, dass die gegenseitige Befreiung in Karl-May-Büchern die Normalität ist. Zum Schluss wird natürlich Blutsbrüderschaft geschlossen und Old Shatterhand und Nscho-Tschi kommen sich näher.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1981 Jean Giraudoux - Kein Krieg in Troja

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Hektor, Feldherr und Sohn des Königs von Troja, kehrt von einer Schlacht zurück. Nach den schrecklichen Erlebnissen war er zum Pazifisten geworden. Seine Frau hingegen strebt dem Ideal der wahren Liebe nach und würde um dieser Liebe willen sogar einen Krieg akzeptieren.

Wegen der Entführung Helenas durch Paris nach Troja soll schließlich ein neuer Krieg geführt werden. Die beiden sind allerdings naiv, oberflächlich und kindisch und den Griechen geht es eigentlich nur um die Vergrößerung ihres Machtbereichs. Trotz verschiedenster Versuchen Hektors, den Krieg zu verhindern, wird dieser schließlich erklärt.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1980 Walter Hedemann - Dorothea oder Wer hat Angst vor Hermann Gessler

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Das Stück ist eine Posse, eine Parodie auf Schillers "Willhelm Tell".

Die Frauen wollen verhindern, dass sich ihre Männer von Hermann Gessler niedermetzeln lassen. Sie kommen auf den Gedanken, die Männer dazu zu bringen, sich Österreich zu ergeben. Dafür würden sie auch auf ihre Alleinherrschaft zu Hause verzichten. Als sie dies schwören wollen, kommt heraus, dass sich Dorothea in Hermann Gessler, der sie beinahe geschändet hätte, verliebt hat. Bevor das allerdings alles ausdiskutiert wird, kommt Walter, der Sohn Willhelm Tells, und berichtet von seines Vaters Schuss auf den Apfel auf seinem Kopf, zu dem er von Gessler gezwungen wurde. Walter zollt seinem Vater keinerlei Respekt, er findet es auch "hirnverbrannt", dass sein Vater sich mit Hermann Gessler angelegt hat.

Daraufhin beschließen die Frauen ihre Männer mit den Waffen einer Frau zu retten. Dafür werden Susanna, die in Tell einen Held sieht, und Dorothea, die es aus Liebe für Gessler tun würde, bestimmt. Das Stück endet mit dem Abgang der zwei Rivalinnen.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02

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