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1996 Jura Soyfer - Der Weltuntergang

"In Jura Soyfers "Der Weltuntergang" erfahren die Menschen, was sie in Kürze bedroht: nichts Geringeres als der Weltuntergang. Die Sonne und ihre Planeten haben festgestellt, daß die Harmonie im Kosmos gestört ist. Ursache ist das Verhalten der Erde, auf der es allzu sehr "menschelt". Deshalb beschließen sie, die Erde durch den Kometen Konrad zerstören zu lassen. Als einziger entdeckt Professor Guck die drohende Gefahr. Wie die vorgeführten Menschen auf seine Warnung reagieren, ist entlarvend "menschlich": am Rande der Katastrophe stehend ist die Menschheit so verblendet, daß sie sich weiterhin dem besinnungslosen Taumel überläßt bzw. das Verhängnis als umsatzfördernde Sensation begrüßt.

1936 als Warnung vor dem Krieg geschrieben, ist "Der Weltuntergang" eine Verhaltensstudie der Menschheit, die ihre eigene Vernichtung möglich macht; doch das Ende des Stücks ist überraschend."

Irmgard Pflüger

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1995 Erich Kästner - Die Schule der Diktatoren

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Der Diktator eines fiktiven Staates wird bei einem Attentat ermordet. Was kann getan werden, um dieses Ereignis vor dem Volk geheim zu halten und dadurch die Diktatur aufrecht zu erhalten? Der Premierminister des Staates hat die Lösung parat. In der „Schule der Diktatoren“ zieht er eine ganze Schulklasse von täuschend echten Diktatoren–Doppelgängern heran, die vom Original nicht zu unterscheiden sind. Damit hat sich aber die Eigeninitiative des jeweiligen Diktators auf Null reduziert, denn kaum entwickelt er Vorstellungen, die den Männern im Hintergrund nicht gefallen, wird er ausgewechselt. Das Spiel läuft solange reibungslos, bis sich ein vor langer Zeit ausgewanderter und wieder heimgekehrter Idealist unter die Doppelgänger mischt...

Ein Stück, das zeigt, wie leicht sich das Volk täuschen lässt und das deutlich macht, wie schnell die Politik von der Industrie und Wirtschaft abhängig wird.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

 

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1994 Thornton Wilder - Wir sind noch einmal davongekommen

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Wilder beschreibt in drei Akten drei existentielle Katastrophen, die die Menschheit bedrohen. Von der Eiszeit geht er über die Sintflut bis zum Krieg. Stellvertretend für die Menschheit, die diese Katastrophen immer wieder überlebt, steht die moderne amerikanische Familie Antrobus. Doch es ist keine normale Familie. Typische Haustiere sind Dinosaurier und Mammuts. Mose und Homer statten der Familie einen Besuch ab, und auch die Erfindung des Rads und des Einmaleins finden erst im Laufe des Stücks statt. Diese Vermischung der verschiedenen Zeitebenen machen den besonderen Reiz von Wilders Stück aus und auch Theaterfiktion und Realität werden gekonnt vermischt. Immer wieder verlassen die Personen ihre Rolle im Stück und diskutieren als Schauspieler mit dem Regisseur über die Bedeutung und das Verständnis ihrer Rolle und ihres Textes.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1993 Jura Soyfer - Astoria

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Hupka und Pisto sind zwei Landstreicher. Als es Winter wird, beginnt jeder der beiden auf eigene Faust eine Bleibe zu finden, in der die kalte Jahreszeit überstanden werden kann. Hupka gerät an eine Millionärin, die ihrem Gemahl ein besonders großes Geschenk machen will. Einen eigenen Staat. Hupka wird von ihr als erster Staatsbürger engagiert. Doch das Geld reicht nicht aus und als kein passender Staat gefunden wird, steht Hupka vor der Gefahr ausgebürgert zu werden. Deshalb erfindet er kurzerhand den fiktiven Staat Astoria, den er den Menschen als Paradies darstellt, in dem alle Probleme, die ein Staat normalerweise hat, nicht zu existieren scheinen. Die Euphorie ist groß und jeder will plötzlich einen astorischen Pass.

Um seinen Betrug zu vertuschen versucht Hupka mit aller Gewalt die Leute abzuwimmeln, die nach Astoria wollen. Als ihm das nicht gelingt, sieht er sich gezwungen einige Lakaien für seinen Staat zu besorgen. Als er dann Pisto wieder trifft, den er auch engagiert hat, bekommt er ein schlechtes Gewissen und versucht, zusammen mit ihm, den Menschen klarzumachen, dass Astoria nur eine Vision ist. Doch den beiden wird schnell klar, dass diese Vision längst ein Eigenleben entwickelt hat und die Menschen nicht mehr von ihr abzubringen sind. Deshalb flüchten die beiden wieder zurück auf die Straße und sind am Ende zwar „staatenlos“ aber glücklich.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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